Neue Regeln für Immobilienkredite

Mit dem 21.04.2016 wurden nach Vorgabe durch EU-Richtlinien die gesetzlichen Bestimmungen in Deutschland für die Vergabe von Immobilienkrediten geändert. Damit werden der Verbraucherschutz und die Kriterien für die Kreditvergabe weiter erhöht.

  • Kreditvermittler müssen ihre Kompetenz durch einen entsprechenden Sachkundenachweis bestätigen und
  • Banken noch umfassender vor Vertragsabschluss über die Kreditbedingungen informieren.
  • Der Nachweisführung bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit durch die Bank wird ein höher Stellenwert eingeräumt, dabei ist der gesamte geplante Finanzierungszeitraum zu betrachten.
  • Der Vermittler muss (!) zukünftig mehrere Kreditangebote anbieten.

Was bedeutet dies für den Verbraucher:  Mehr Möglichkeiten seine Rechte als Verbraucher wahrzunehmen, aber auch mehr „Papierkram“ und wer in den letzten Jahren einen Kreditvertrag unterzeichnet hat, mag abschätzen können, was jetzt auf ihn zukommt. Die sehr umfassende Prüfung der Kreditwürdigkeit kann sich aber auch als Bumerang für den Verbraucher erweisen, so sind die Banken zukünftig gehalten die Liquidität des Kreditnehmers für den gesamten, geplanten Finanzierungszeitraum  – bis zur Rückzahlung des letzten Euros – zu betrachten. Dies wird bei üblichen Finanzierungszeiträumen von meist über 20 Jahre nicht selten auch  die Liquidität im Rentenalter betreffen, gleichwohl der Kunde zunächst nur ein Darlehn für die nächsten 10 Jahre wünscht und danach ggf. andere Möglichkeiten zur Ablösung der Rest-Kreditsumme hat.

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